Wolfsnetze bilden eine geschlossene, stromführende Barriere und sind ein wichtiger Bestandteil im Herdenschutz. Sie eignen sich besonders für Schafe, Ziegen und Geflügel, da diese Tiere je nach Haltung sowohl vor Ausbruch als auch vor Raubtieren geschützt werden müssen.
Im Vergleich zu klassischen Weidenetzen sind Wolfsnetze meist höher, stabiler aufgebaut und auf eine besonders zuverlässige Stromführung ausgelegt. In Kombination mit einem leistungsstarken Weidezaungerät entsteht ein System, das Wölfe klar abschreckt und die Herde besser schützt.
Für Schafe und Lämmer sind Wolfsnetze sinnvoll, wenn ein erhöhter Schutz vor Raubtieren benötigt wird. Die geschlossene Netzstruktur hilft dabei, Ausbrüche zu verhindern und gleichzeitig das Eindringen von außen zu erschweren. Enge Maschen im unteren Bereich sind besonders wichtig, wenn auch Lämmer auf der Fläche laufen.
Für Ziegen bieten Wolfsnetze zusätzliche Stabilität und Höhe. Ziegen testen Zäune aktiv, drücken gegen schwache Stellen und können klassische Netze schneller an ihre Grenzen bringen. Ein straff gespanntes Wolfsnetz mit ausreichender Höhe kann hier mehr Sicherheit bieten.
Für Geflügel können Wolfsnetze eine Option sein, wenn der Schutz vor Raubtieren im Vordergrund steht. Besonders bei Ausläufen in gefährdeten Regionen kann ein höheres und stabileres Netz zusätzlichen Schutz bieten. Wichtig bleibt ein möglichst geschlossener unterer Bereich, da Füchse, Marder oder andere Raubtiere sonst Bodenspalten nutzen können.
Achten Sie auf eine stramme und lückenlose Aufstellung. Der untere Bereich muss möglichst sauber am Boden anschließen, während das Netz über die gesamte Länge stabil stehen sollte. Unebenheiten im Gelände, Senken und Kurven können schnell Schwachstellen bilden und sollten mit zusätzlichen Pfählen oder angepasster Netzführung ausgeglichen werden.
Die Spannung ist entscheidend. Für die Wolfsabwehr sollte der Zaun an jeder Stelle mindestens 4.000 Volt führen, besser sind 5.000 Volt oder mehr. Je mehr Netze miteinander verbunden werden, je stärker der Bewuchs ist und je trockener der Boden wird, desto mehr Leistungsreserve braucht das Weidezaungerät.
Auch Bewuchs sollte möglichst vom Netz ferngehalten werden. Gras, Äste oder feuchte Pflanzen leiten Spannung ab und verringern die abschreckende Wirkung. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Spannung, Erdung, Verbindungen und Standfestigkeit, besonders nach dem Versetzen der Netze oder bei wechselndem Wetter.
So wählen Sie die passende Lösung für den Herdenschutz: Wolfsnetze für Schafe, Ziegen und Geflügel bei erhöhtem Raubtierdruck, zusätzliche Pfähle für schwieriges Gelände, ein leistungsstarkes Weidezaungerät für zuverlässige Spannung und bei Bedarf ergänzende Maßnahmen wie Übersprungschutz oder eine besonders dichte Führung im unteren Zaunbereich.